Wie eine riesige Hängebrücke

Erschienen in der RHEINPFALZ

4

Kirchheim/Kleinkarlbach: Insgesamt gut 70 Meter misst ein Bauabschnitt der 224 Meter langen Talbrücke, die im Zuge der B271-Umgehung über den Eckbach führt. Bei der Konstruktion wird Spannbeton verwendet. Dank des Spannstahls im Beton sind größere Stützweiten möglich. Wir waren dabei, als der zweite von drei Bauabschnitten betoniert wurde.

Read more „Wie eine riesige Hängebrücke“

Halb voll. Die Pfalz.

cukdbm6wgaa11o7Nach gefühlten Jahrhunderten gab sich die Pfalzweinwerbung ein neues Logo. Eine grüne, geschwungene Linie soll dabei die Landschaft repräsentieren. Doch sie wurde nicht einfach zu den bekannten anstoßenden Gläsern hinzugefügt. Nein: Auch da hat man Änderungen vorgenommen. Denn: Die Gläser waren zu voll.

Man wollte ja schließlich nicht das Schobbe-in-de-Kopp-Image, das über die Pfalz allgemein herrscht. Von Weck, Worschd un Woi sind ja auch längst die meisten Mundartdichter weggekommen. Und überhaupt: Wer will denn volle Gläser?

Wer kennt sie nicht, die nasse Hand auf dem Weinfest, weil der Ausschank die Gläser mal wieder bis zum Eichstrich gefüllt hat? Und ohne vorher abzutrinken kann man es eh vergessen, das Glas auch nur einen Meter zu transportieren.

Da hatten die Pfalzweinwerber mal ne pfiffige Idee: Wir machen die Gläser nur noch halb so voll. Ist ja auch billiger.

Ein Taubsi auf dem Schreibtisch

Erschienen in der RHEINPFALZ

#Hashtag: Mit Pokémon Go gehen auch viele Smartphone-Nutzer im Leiningerland auf virtuelle Jagd

„Da! Ein Evoli – mitten in der Fußgängerzone!“ Wer in diesen Tagen Menschen begegnet, die pausenlos auf ihr Smartphone starren und solche Sätze von sich geben, braucht sich keine Gedanken zu machen. Derzeit sprengt das Spiel Pokémon Go alle App-Charts. Auch im Leiningerland gibt es eine große Community.

csm_91-86421161_338c5d25a1

Wer vor einer Woche durch Neuleiningen gelaufen ist, sah ein historisches Dorf mit kleinen, gemütlichen Gassen, vielen Kellern und natürlich der Burgruine. Seit dieser Woche pilgern Menschen auf den Berg wegen zahlreichen Pokéstops und der Arena. Auch ich, Level 9, Team Rot, silberne Medaille „Vogelfänger“. Mit meinem Tauboss (WP 534, 39,5 kg, 1,38 m) tingele ich so durchs Leiningerland und halte meine Augen offen.

csm_91-86424463_5b6276041b

Und jetzt nochmal für alle, die immer noch ahnungslos diesen Text lesen: Bei der App handelt es sich um eine Art moderne Schnitzeljagd per GPS. Man muss im Gegensatz zu den alten Pokémon-Versionen für Gameboy echte (!) Wege laufen, um bunte Manga-Viecher (die Pokémon) zu fangen. Das geschieht, indem man durch die Smartphone-Kamera die echte Welt sieht, worin sich jedoch virtuelle Pokémon befinden. Mit sogenannten Pokébällen bewirft man sie dann. Wenn der Ball dreimal blinkt, hat man das Ding gefangen. Mit seinen gefangenen Pokémon kann man dann gegen die der anderen Pokémon-Trainer kämpfen, sie weiterentwickeln und trainieren. Daneben gibt es Pokéstops, die sich oft an Denkmälern, Kirchen und besonderen Orten befinden. Hier kann man neue Pokébälle und andere sogenannte Items bekommen. Den Sinn von Belebern, Tränken, Himbeeren, Rauch und Lockmodulen zu erklären, würde definitiv den Rahmen sprengen.

csm_91-86424466_16d3ed1c08

Wie groß der Hype um die App momentan ist, konnte ich vorgestern feststellen. Zwei Kumpels, die in meinem Auto saßen, machten mich auf einen Pokéstop an der Kirche in Kindenheim aufmerksam, also hielt ich kurz an. Zur selben Zeit hielt ein zweiter Wagen hinter uns, dessen Fahrer kurz auf seinem Handy tippte und gleich weiterfuhr. Als er uns auch mit unseren Handys sah, musste er lachen. Offenbar ist er auch Trainer.

Und auf Facebook wird die App auch diskutiert. Die Seite „Memes uff Pälzisch“ hat eine Fotomontage veröffentlicht, die so aussieht, als fange man sich gerade eine Elwetrische (WP 578). Einige Nutzer beschweren sich auch über Pokémon-Spieler, die sich auffällig verhielten. Ein Facebook-User bemerkte ein Rudel Spieler auf dem Globus-Parkplatz.

An der Grünstadter Friedenskirche, die eine Arena ist, treffe ich Laura Dotzauer aus Grünstadt und Anastasia Vasilkova aus Carlsberg. Letztere (Team Blau) hat soeben die Arena eingenommen mit ihrem Tauboss. Verzweifelt versuche ich, sie wieder für Team Rot zu gewinnen, doch dann … Akku leer.

Nach dem Aufladen in der Redaktion geht die Pokémon-Jagd weiter. Wie erkläre ich dem Chef am besten, dass da ein Taubsi auf seinem Schreibtisch sitzt?

 

Zur Sache: Was die Polizei sagt

Im Bereich der Grünstadter Polizeiinspektion gab es noch keine besonderen Vorkommnisse. „Es ist noch keiner gegen die Mauer gelaufen“, sagt deren stellvertretender Leiter Thomas Merkel. Dennoch solle man beispielsweise im Straßenverkehr aufs Pokémonfangen verzichten. Wer erwischt wird, muss 60 Euro Strafe zahlen und bekommt neben drei bis vier Items am Pokéstop noch einen Punkt in Flensburg. Sollte es zu einem Unfall mit Personenschaden kommen, kann man, wie beim Telefonieren, mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen. Vor Räuberbanden, die an Pokéstops und Arenen stehen, um Passanten auszurauben, müsse man jedoch – zumindest im Leiningerland – keine Angst haben. Die kämen eher in größeren Städten vor. Und eher in den Vereinigten Staaten. |tbss

ZDF heuteplus

Vor den Landtagswahlen am Sonntag lassen wir Studenten die Wahlprogramme checken. Heute: Rheinland-Pfalz. // Den Baden-Württemberg-Check gibt's hier: http://ly.zdf.de/mZA7Q/

Posted by ZDF heuteplus on Donnerstag, 10. März 2016

GHOST TRAIN (3): NNEKA

Erschienen bei NEON GHOSTS

Für unsere neue GHOST-TRAIN-Ausgabe haben wir die wunderbare Nneka in Heidelberg zum Interview getroffen. Wir sprachen mit der Musikerin über ihr neues Album „My Fairy Tales“, Boko Haram, die politische Lage in Nigeria – und Helene Fischer. Entstanden ist der Clip vor einiger Zeit bei ihrem Gig im Karlstorbahnhof. Ein Interview von Benjamin Fiege, ein Film von Timo Benß.